Stimmfreigabe zum privaten Gestaltungsplan „Swica“

Die SP Winterthur hat an ihrer Mitgliederversammlung vom 24. September 2019 Stimmfreigabe für die Abstimmung über den privaten Gestaltungsplan für das SWICA Areal beschlossen. Auf der einen Seite betonten die Gegner das Quartier Inneres Lind sei unbedingt zu schützen, auf der anderen Seite hoben Befürworter das Interesse Winterthurs hervor, dass SWICA als bedeutender Arbeitgeber am zentral gelegenen Standort bleiben kann.

Der Quartierverein Inneres Lind hat gegen den Beschluss des Gemeinderates zum privaten Gestaltungsplan SWICA das Referendum ergriffen. Die Grösse, die Nutzfläche und das Volumen des vorgesehenen Neubaues weckten Kritik aus dem Quartier. Überdies finde ein Tauschhandel ohne ein vertieftes Gutachten betreffend Unter-Schutzstellung von Gebäuden statt. Nach der einleitenden Präsentation des Gestaltungsplanes konnte das Referendumskomitee, welches federführend durch das SP Mitglied Peter Lehmann vertreten war, die Argumente gegen den geplanten Neubau vortragen. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass zwei Gebäude, von denen eines erst 15 Jahre alt und das andere erst kürzlich saniert wurde, einem riesigen Büroklotz weichen müssen. Das ist nicht nachhaltig. Das vorgesehene Gebäude sprengt die Massstäblichkeit des Quartieres und wird ein Fremdkörper sein“, sagt Peter Lehmann vom Referendumskomitee.

In Abweichung zu dieser Fundamentalkritik argumentierten Befürworter des Gestaltungsplanes, dass das Projekt die Erhaltung des durchgrünten Charakters des Quartiers garantiere, weil das Volumen in der Mitte des Areales vorgesehen ist und dadurch Platz lasse für die Beibehaltung resp. Neupflanzung von quartierüblichen Bäumen. „Das Projekt ist sehr sorgfältig durch Vertreter des Amtes für Städtebau und der kantonalen Denkmalpflege begleitet worden. Es ermöglicht, die Raumbedürfnisse der SWICA mit den Erfordernissen der Quartiererhaltungszone zu vereinen. Das Signal, dass ein grosser Arbeitgeber unbedingt am Standort Winterthur festhält, ist wichtig und im allgemeinen und öffentlichen Interesse“ meint Felix Landolt, Gemeinderat SP und Mitglied der vorberatenden Kommission.

Nach einer engagierten Debatte fassen die anwesenden rund 60 Parteimitglieder die Parole für Stimmfreigabe für die Abstimmung vom 20. Oktober 2019.

Zur zweiten städtischen Abstimmung über die Traglufthalle Geiselweid hat die Mitgliederversammlung bereits im März 2019 mit einer deutlichen Mehrheit die Nein-Parole beschlossen.

 

Für Rückfragen:

Felix Landolt, Gemeinderat, Vizepräsident SP Winterthur,  felix.landolt.343@bluewin.ch, 052 222 93 10

Markus Steiner, Co-Präsident SP Winterthur, markus.steiner@greenmail.ch, 078 665 58 47